Staedtische Galerie Ueberlingen am Bodensee

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2004

Venedig - Sehnsucht nach Klassik


Internationale Sonderausstellung
Städtische Galerie Überlingen, 25. 9. – 5. 12. 2005

Der Wandel in der Kunst zwischen 1760 und 1810 wird in Italien, vor allem in Venedig, als eine „Revolution“ erlebt.
Venedig – das europäische Zentrum des Rokoko – entdeckt nun die Magie der Klassik. Doch was bedeutet „Klassik“ zur Zeit Goethes?
Die Ausstellung in Überlingen dokumentierte die überra-schenden und vielgestaltigen Erscheinungen der neuen klassischen Bewegung ab 1760. Insgesamt 100 herausragende Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle aus dem Museo Correr, dem weltberühmten Stadtmuseum am Markusplatz in Venedig, illustrierten den Epochenwandel, der das aristokratische Venedig um 1800 in das bürgerliche Zeitalter überführte.

75 Werke dieser Ausstellung waren noch nie in Deutschland ausgestellt – und zwei Exponate sind Neuentdeckungen aus dem Jahr 2003, die nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Zu den Hauptwerken der Ausstellungen zählten die Skulpturen von Antonio Canova, die als Inbegriff der idealen Schönheit um 1800 gelten. Hinreißend sind auch die verträumten Ansichten Venedigs, gemalt von Canaletto und Guardi. Von großer Bedeutung ist Tiepolos frisch restaurierter Entwurf für die Würzburger Residenz. Fesselnd sind Pietro Longhis Szenen aus dem häuslichen Leben der aristokratischen Gesellschaft kurz vor der politischen Wende. Longhi gilt als der „venezia-nische Goya“ – kein anderer Maler hat die Eigenheiten der venezianischen Adelsfamilien so treffend porträtiert wie er.

Abbildung: Canaletto: Canal Grande, um 1740 - Venedig, Museo Correr di Venezia (Leihgabe an: Museo del Settecento Veneziano, Ca' Rezzonico)

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